Smart Buildings

Hier spricht das Haus

Von Karl-Heinz Möller · 2017

Ein hochaktuelles Thema der Stadtplanung ist die Nutzung und Entwicklung von Immobilien. Sie ist die kleinste Zelle des Seins, das kuschelige Nest, der Motor der Wirtschaft, das Dach für Kreativität oder der Schutz im Großstadtdschungel. Ihre Stellung als Wohnort, Betriebsstätte, Quartiersseele und Wirtschaftsgut macht sie zu einem begehrten Wertobjekt. Besitz, Eigentum, Bau und Handel prägen auch den Charakter einer Zukunftsstadt. Dank Digitalisierung werden die Prozesse in und um Immobilien herum völlig transparent.

Bauarbeiter auf einer Baustelle; Thema: Smart Buildings

Steine, Marmor und Beton erwachen in der Stadt der Zukunft zum Leben. Mietshäuser, Bürogebäude, Fabrikhallen, Werkstätten und ganze Kieze kommunizieren vernetzt. Quartierskraftwerke (Strom, Wärme, Gas, Wasser) regeln die Versorgung und reagieren auf die Bedürfnisse von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden im Regelkreis. Gebäudeverwaltungssystem (Verbrauch Kosten, Optimierung, Kalkulation) sind der angestrebte Standard und die Leistungen sind in alle Richtungen transparent. Die Mauern fangen an zu denken und höchste Energieeffizienz ist sichergestellt. Integration von Witterungsdaten und Wartungsdaten sind obligatorisch. 

Smart Buildings: Interaktive Netzwerke regeln Betrieb und Management

Unter Gebäudeautomation (GA) sind alle Einrichtungen zur selbsttätigen Steuerung, Regelung und Überwachung von komplexen gebäudetechnischen Anlagen sowie zur Erfassung von Betriebsdaten zusammengefasst. Aktuell geht es dabei um digital verbundene Netze und Lösungen. Möglich wird die Kommunikation von Mensch zu Mensch, Mensch zu Maschine, Maschine zu Maschine, Mensch zu Gebäude und Gebäude zu Gebäude.

Was früher durch Installation einzelner Komponenten realisiert wurde, wird heute von der Systemtechnik abgedeckt. Die vollständige Integration von Klimatisierung und Lüftung, Energie, Beleuchtung und Sonnenschutz mit Subsystemen wie Brand- und Einbruchsschutz ist eine der realen Ausprägungen. Je nach Art und Nutzung sind Aufzüge, Buchungssysteme und Komfortregelungen sowie Zugangssicherungssysteme von Büros Teil des Systems.

Quelle: BauInfoConsult, 2017

Daten einer Immobilie sind der Goldstandard 

Wohnungsgesellschaften erlaubt diese Vernetzung, den Zustand ihrer Immobilien permanent zu überwachen, ihren Wert zu erhalten oder zu steigern. Im Management laufen alle Fäden zusammen und können zentral bewertet werden. Auch den Banken, die eine Finanzierung sicherstellen wollen oder Interesse dafür zeigen, liegen die Daten in der Regel offen vor. Darüber hinaus sind Investoren, die am Kauf einer Immobilie Interesse haben, in der Lage, reaktionsschnell sehr detaillierte Aussagen zu den Anlagen zu machen. In der Phase der Annäherung kann dies von jedem Ort der Welt aus mit entsprechenden Softwaretools geschehen.

Im Management laufen alle Fäden zusammen und können zentral bewertet werden.

Die Transparenz ist nicht nur für die Nutzer, Bewohner, Architekten, Bauherren und Kaufleute vorteilhaft. Sie hilft Eigentümern und Investoren, die Gebäude zu optimieren. Sicherheit und Rentabilität sind kostbare Informationen für alle, die im engen Kontakt zur Immobilie stehen. Oder die Absicht haben, aktuell die Qualität des Objektes näher zu prüfen. Zum Beispiel, um die Immobilie für einen Kauf zu bewerten.

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