Nachhaltiges Bauen

Mehr Holz, weniger Beton

Von Anna Graefe · 2014

Ob Bestand oder Neubau – in Deutschlands Gebäuden steckt noch jede Menge Energiesparpotenzial. Vorzeigeprojekte zeigen, was in Sachen nachhaltiges Bauen alles möglich ist, wenn Bauherren den gesamten Lebenszyklus im Blick haben.

Bio-Haus, Vital-Bau, Passiv-Haus – ressourcenschonende und energiesparende Gebäude rücken immer mehr in den Mittelpunkt des Bausektors und in den der Menschen in Großstädten. Der Kampf gegen den Klimawandel und die damit verbundene Energiewende sind zu Parametern einer zukunftsorientierten Bauweise geworden, welche mit Begriffen wie „Grünes Bauen“, „Nachhaltiges Bauen“ und „Ökologische Architektur“ beschrieben wird.

Verschiedene Lösungsansätze

Einzelne Beispiele zeigen, was alles möglich ist: Der Neubau des Berliner Dienstsitzes des Umweltbundesamtes wurde als „Netto-Nullenergiehaus geplant. Die Energieversorgung beruht ausschließlich auf der Nutzung von erneuerbaren Energien. Eine Solaranlage auf dem Dach produziert den benötigten elektrischen Strom und eine Wärmepumpe die Wärme. Im Gebäude kommen nur schadstofffreie Baustoffe zum Einsatz. Die Zugänge der Architekten auf diesem Gebiet sind ganz unterschiedlich. „Entscheidend ist aber die ganzheitliche Betrachtungsweise in Bezug auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte unter der Einbeziehung des Lebenszyklusgedankens“ sagt Stefan Albrecht, Experte für Ökobilanzierung vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP). Ziel des nachhaltigen Bauens ist es, die Belastung für die Umwelt zu verringern. Und zwar dadurch, dass nicht nur Wasser und Energie sondern auch Baustoffe reduziert werden. 

Nachhaltigkeit hat Zukunft

Und das nicht ohne Grund: Etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland werden für Heizung, Beleuchtung und Klimatisierung von Gebäuden und für Warmwasser eingesetzt. Das verursacht etwa 20 Prozent der CO2-Emissionen. „Zukünftig wird die Berücksichtigung einer nachhaltigen Bauweise immer zwingender werden“, erklärt Stefan Albrecht. Techniken für eine nachhaltige Bauweise gibt es genau so viele wie Bezeichnungen. Dämmende Baustoffe oder effiziente Heiz- und Klimatechnik tragen zum Klimaschutz bei. Rohstoffe können geschont werden, wenn statt Neubauten bestehende Gebäude saniert werden. Oder man verwendet recycelte Materialien oder nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz. Auch gehört zum nachhaltigen Bauen, dass sich Gebäude optimal und platzsparend in ihre Umgebung einfügen.  Und auch die Bewohner können eigene Vorteile daraus ziehen: Durch eine nachhaltige Bauweise ergeben sich niedrige Energiekosten und eine konstante Miete.          

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