Vernetzte Mobilität

Privater Pkw war gestern

Von Paula Lehmann · 2016

 Mann am Lenkrad eines Autos

Mit der App durch die Stadt: Künftig zeigt uns das Smartphone, wie wir am schnellsten von A nach B kommen. Dabei kombiniert es alle angebotenen Verkehrsmittel clever miteinander. Mit Car-Sharing, Öffis und Mietrad geht es dann schnell, sauber und vor allem multimodal zum Ziel.

Unendliche Blechlawinen schieben sich behäbig durch verstopfte Straßen, Abgase verpesten die Luft. Verkehr der Zukunft sieht anders aus. Zwar ist es gerade der Individualverkehr, der Stadtplaner und Verkehrsforscher vor Herausforderungen stellt. Doch Lösungsansätze kommen aus ganz verschiedenen Ecken – sowohl das emissionsfreie E-Auto als auch der digital vernetzte intermodale Verkehr sollen den Verkehrsknoten lösen.

Klar ist: Gerade in den Großstädten muss nicht jeder einen eigenen Wagen besitzen. Private Pkw stehen im Schnitt 23 Stunden am Tag rum. Infrastrukturexperten in immer mehr Städten arbeiten deshalb an Konzepten, die das Autofahren innerstädtisch unnötig machen sollen. „Ein eigenes Verkehrsmittel braucht keiner mehr, auch kein Fahrrad“, meint auch Andreas Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) in Berlin.

Bahn und Rad statt Auto

Statt mit dem eigenen Auto werden dagegen immer mehr Wege intermodal – also mit verschiedenen Verkehrsmitteln – zurückgelegt. Die wichtigste Rolle kommt dabei wohl den öffentlichen Verkehrsmitteln zu, die in den deutschen Metropolen in den kommenden Jahren ausgebaut werden sollen. Pläne für den Bau neuer Tram-Linien und eine höhere Taktung der S-Bahnen liegen bereit in den Schubladen.

Autos wird es daneben aber dennoch geben – sie werden nur nicht mehr allein in privater Hand sein. Car-Sharing heißt der Trend, dem immer mehr Städter folgen, wollen sie doch mal motorisiert unterwegs sein. Immer mehr dieser geteilten Autos sind strombetrieben – und das ist auch gut so, soll sich dank der Stromer doch die Luftqualität in den Innenstädten deutlich bessern.

Vernetzte Mobilität: Das Smartphone kennt den Weg

Verbunden werden all die verschiedenen Verkehrsmittel dank der Digitalisierung. So halten die Nutzer mit dem Smartphone auch die Fäden ihres Fortkommens in der Hand. Verkehrsverbünde, Unternehmen und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) arbeiten derzeit an der Vernetzungsinitiative „Mobility inside“. Künftig soll eine App die Fortbewegung bequem und grenzenüberschreitend organisieren. Einfach das Fahrziel eingeben und die App ermittelt nicht nur den schnellsten und bequemsten Reiseplan, sondern dient auch als digitales Ticket – und zwar für alle eingesetzten Verkehrsmittel, egal, ob Bus oder Bahn, Carsharing-Auto oder Mietrad.

Selbst die in der Diskussion befindliche Einführung der Maut in Deutschland würde in ein solches Konzept integriert werden können. Über die Frage, ob die Maut eine umweltfreundliche Komponente hat, wird noch heftig debattiert. Immerhin: Fahrzeuge mit der Abgasnorm E6 sollen bei der Maut steuerlich entlastet werden.

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