Hybrid vs Elektro

Hybridfahrzeuge konkurrieren mit Elektroautos

Von Daniela Hoffmann · 2019

Die Automobilexperten scheinen sich einig zu sein, dass es unterschiedliche Antriebsformen geben kann und soll. So sei das reine Elektroauto besonders im Stadtverkehr mit seinen geringen Reichweiten-Anforderungen und Geschwindigkeiten gut aufgehoben.

Eine Zapfventile für fossilen Kraftstoff steht einem E-Zapfventil gegenüber. Beide Fahrzeugvarianten konkurrieren miteinander.
Foto: iStock/Tomwang112

In diesem Jahr sind die ersten Elektroautomodelle eines Volumenherstellers auf den Markt gekommen, nachdem die deutschen Autohersteller fast schon den Anschluss verloren hatten. Statt früh als Vorreiter auf umweltfreundlichere Konzepte zu setzen, hielt man zu lange an der Exklusivität der Verbrennungsmotoren fest. 

Welche Bedeutung die Batterietechnologie hat, wurde von den deutschen Herstellern kategorisch unterschätzt. Für aktuelle Batteriegenerationen haben die großen Anbieter aus dem asiatischen Raum das Rennen mit weitem Abstand gewonnen. Nur mit neuen Technologien auf Basis anderer Materialien, an denen seit einigen Jahren verstärkt geforscht wird, könnten europäische Unternehmen einen Fuß auf den Boden bekommen.

Hybride erleichtern den Übergang zur Elektromobilität

Neben den Elektroautos stehen die Hybride, die neben dem Elektromotor auch noch einen Verbrennungsmotor mitbringen. Hybridkonzepte beraubten die Fahrzeuge ihrer Simplizität, die mit dem reinen Elektroantrieb einhergehe, unterstrich der Produktionsleiter eines deutschen Premium-OEMs, der zu einem US-amerikanischen Elektroautopionier wechselte. Hybridfahrzeuge sind keineswegs die Antwort der Hersteller auf die Klimadiskussionen und die Forderungen nach sauberen Städten. Vielmehr gelten sie als strategischer Kompromiss, der vor allem die Zulieferbetriebe beruhigen soll. Denn Elektroautos haben einen Fertigungsanteil von 23 Prozent im Vergleich zu 39 Prozent beim sogenannten „Mild Hybrid“. Für die Zulieferbranche ist der Wandel in der Mobilität ein hochriskantes Spiel. Gerade kleinere Unternehmen, die nicht die Ressourcen haben, sich neu zu erfinden, könnten perspektivisch obsolet werden. 

Elektromobilität für das Industriegebiet

In Industriegebieten und auch in Häfen scheinen sich dagegen elektronische und digital gesteuerte LKW durchzusetzen. Zu ihren wichtigsten Vorteilen zählt, dass sie leise fahren und so rund um die Uhr unterwegs sein können. Die Elektro-LKW sind in der Anschaffung und im Betrieb wesentlich günstiger als Lastwagen mit Verbrennungsmotor. Und alles in diesem Fahrzeug ist vernetzt. Wenn es im Einsatz ist, wird es über ein Monitoringsystem am Standort verlinkt. Damit werden die Fahrzeuge überwacht und gesteuert. Dieses „Mission-Control-System“ stellt sicher, dass die Fahrzeuge ständig im Einsatz sind. Es weist Transportaufträge zu, kontrolliert deren Abwicklung: Jetzt sollte ein Fahrzeug sich an Punkt „A“ befinden. Dort nimmt es den Auflieger Nummer 13 auf und fährt weiter zu Punkt „B“. Dienstleistung und Wertschöpfung für das smarte Industriegebiet sind im Einsatz, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche – ohne Kaffeepause, ohne Umwege. Wenn das Monitoringsystem die Einsätze vorausschauend plant – auch ohne Stau.

Quellen:
Deutsche Leitkultur: 360° Interview
VDI: Zukunft des Autos

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 42
    [micro_portalID] => 25
    [micro_name] => Stadt der Zukunft
    [micro_image] => 4603
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1479729465
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1576506555
    [micro_cID] => 1381
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)