Vernetzte Fahrzeuge

Chance und Herausforderung: Mobilitätsdaten in der Smart City

Von Daniela Hoffmann · 2021

Es ist ein weiter Weg zu gehen, bis Städte die Trendwende zu einer smarten Verkehrsinfrastruktur schaffen. Eine große Hürde stellen neben der Auswahl zukunftstauglicher Straßeninfrastruktur auch die Nutzung und Integration von Daten aus unterschiedlichsten Quellen dar. Dabei bereitet das Thema Datenschutz große Sorgen.

Vernetzte Fahrzeuge
Foto: iStock/ metamorworks

In den nächsten Jahren werden erhebliche Investitionen in intelligente Infrastruktur fließen. Kommunen und Städte sollten beim Kauf neuer Signalanlagen jedoch auch auf echte Zukunftsfähigkeit achten: Dazu gehört nicht nur, dass zum Beispiel Ampeln mit Fahrzeugen per Datenaustausch „kommunizieren“ können, sondern auch mit Kamerasensoren ausgestattet sind, deren Auswertung immer ein aktuelles Bild der Verkehrslage spiegelt. Damit könnten perspektivisch auch Fußgänger per Handy gewarnt werden, wenn sie eine Straße überqueren wollen und sich gleichzeitig ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit nähert. Ganz wichtig: Die neuen Ampeln müssen neben der aktuellen Ampelphase auch eine Prognose senden können, wann sich die Ampelphase ändert. Nur so können Echtzeit-Straßenkartenanbieter genauere Informationen für die Verkehrsteilnehmer errechnen. Es reicht auch nicht aus, die Infrastruktur 5G-fähig zu machen, denn nach der nächsten Mobilfunkgeneration werden weitere folgen. Die Straßeninfrastruktur muss deshalb upgradefähig bleiben.

Kommunen übermitteln keine Verkehrsdaten

Das Thema Connectivity – also die Vernetzung zwischen Verkehrsteilnehmern und Infrastruktur – erstreckt sich als weites Feld über Mobilitätsinformationen per Handy bis hin zur Versorgung von Assistenzsystemen mit Verkehrsinfrastrukturdaten. Bisher beißen die Autohersteller gerade in Deutschland bei vielen Kunden auf Granit, wenn es darum geht, dass sie für Mobilitätsservices – zum Beispiel für die Meldung „Route zum freien Parkplatz ermittelt!“ – Gebühren berechnen können. Die neuen Geschäftsangebote müssen den Fahrerinnen und Fahrern einen deutlichen Mehrwert bieten und weit über die Leistungen etwa bei der Routenführungen hinaus reichen, die große Onlineplattformen umsonst anbieten.

Autokunden entscheiden über ihre Daten

Die Daten sind auch in der Smart City größte Chance und größte Herausforderung zugleich. Einerseits halten die Autohersteller die beim Fahren entstehenden Daten – sogenannte „Floating-Car-Data“ – ihrer Kunden unter Verschluss. Andererseits gibt es gerade bei der Übertragung viel Sorge um den Datenschutz. Projekte wie ein europäischer Mobility-Data-Space könnten hier für Verbesserungen sorgen, indem Autokunden verbindlich und detailliert über die Verwendung ihrer Daten entscheiden.

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