Digitale Mobilität

Vorfahrt für mehr Klimaschutz

Von Jens Bartels · 2022

Moderne Technologien bieten innovative Lösungsansätze, um digitale Mobilitätskonzepte in einer smarten City voranzubringen. Gerade mit einer intelligenten Steuerung des Verkehrs lässt sich rasch eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs erreichen. Zu den erfreulichen Folgen gehören eine bessere Luft und weniger Lärm.

Autos fahren auf einer Straße mit intelligenter Verkehrsführung
Foto: iStock/ oonal

Kürzere Lieferrouten, smarte Ampelschaltungen und weniger Staus: Digitale Mobilitätslösungen könnten bis zum Jahr 2030 bis zu 25 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie des Branchenverbands Bitkom. „Durch intelligente Mobilität können wir unseren CO2-Fußabdruck stark reduzieren, indem wir nicht nur in Asphalt und Beton, sondern ebenso in Bits und Bytes investieren, erklärt dazu Achim Berg, Präsident des Verbandes. Den größten Hebel besitzt dabei laut der Studie eine intelligente Verkehrssteuerung, durch die in der Bundesrepublik bis zu 13 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden können. Darunter fallen Technologien wie GPS-Systeme, IoT-Sensoren oder Induktionsschleifen, die Verkehrs- und Umweltdaten erfassen und in Echtzeit auf einer Plattform zusammenführen. Auf diese Weise wird eine effiziente Streckenführung möglich, die an die aktuelle Verkehrslage angepasst ist. Dies macht nicht nur einzelne Fahrten schneller und sicherer, sondern sorgt auch für weniger Stop-and-Go-Verkehr.

Digitale Mobilität

Grundsätzlich beginnt der Weg zu einer intelligenten Verkehrssteuerung mit einer Digitalisierung der Infrastruktur. Klar muss in diesem Zusammenhang sein: Innovative Mobilitätskonzepte benötigen eine stabile Datenbasis, die verlässliche Informationen über das Verkehrsverhalten sowie die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger bereithält. Dazu gehören auch Datenquellen wie Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr, die Nutzungsintensität von Sharing-Diensten oder die Frequentierung von Parkplätzen. Diese Datenbasis bildet dann die Grundlage eines Mobilitätsmodells, dem sogenannten digitalen Zwilling, mit dem sich smarte Lösungen entwickeln und Mobilitätsströme beeinflussen lassen.

Verkehr reduzieren

Ein wichtiger Baustein solcher Lösungen stellt etwa ein plattformbasiertes Parkraummanagement dar. Um die Parkplatzsuche effizienter und intelligenter zu gestalten, stehen bereits heute unterschiedliche digitale Angebote zur Verfügung. Ein gutes Beispiel dafür liefert die Stadt Pforzheim: Dort bekommen Interessierte im Rahmen eines Pilotprojekts über eine App einen umfassenden und transparenten Überblick über das Parkraumangebot in der Innenstadt. Neben der datengestützten Verfügbarkeit öffentlicher Parkplätze, Parkhäuser und Tiefgaragen informiert die App zugleich über freie E-Ladesäulen und Radabstellbereiche im Stadtgebiet.

Grafik: Nutzung intelligenter Straßenlaternen in ausgewählten deutschen Großstädten

Quellen:
Bitkom: Digitalisierung kann jede fünfte Tonne CO2 einsparen
PF: Digitales Pilotprojekt „ParkenPF“ macht Parkraum in der City mit Daten transparenter

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